Grundsteuer
Die Grundsteuer ist in Deutschland eine Steuer auf das Eigentum an Grundstücken und deren Bebauung (Substanzsteuer). Gesetzliche Grundlage der Grundsteuer ist das Grundsteuergesetz (GrStG). Auf den von der Finanzbehörde festgestellten Einheitswert wird nach Feststellung des Grundsteuer-Messbetrags ein je Gemeinde individueller Hebesatz angewendet. Durch Anwendung verschiedener Hebesätze fällt die Grundsteuerbelastung trotz gleicher Einheitswerte in verschiedenen Gemeinden unterschiedlich hoch aus. Die Grundsteuer ist eine der ältesten bekannten Steuerarten. In Deutschland gibt es seit dem 1. April 1938 ein einheitliches Grundsteuerrecht.[1]
Grunderwerbsteuer 6,0%  ab 1.8.2014
Die Grunderwerbsteuer ist eine Verkehrsteuer, ihr unterliegenunter anderem Rechtsvorgänge über inländische Grundstücke, soweit sie darauf gerichtet sind, das Eigentum am Grundstück oder eine eigentümerähnliche Position daran zu erlangen.
Der Grunderwerbsteuer unterliegen beispielsweise die folgenden Erwerbsformen:
■der Grundstückskauf,
■der Grundstückstausch,
■der Übergang von Grundbesitz im Rahmen von Gesellschaftsverträgen (z. B. die Einbringung eines Grundstückes in eine GmbH),
■die wesentliche Änderung des Gesellschafterbestandes einer Personengesellschaft mit Grundbesitz,
■der Übergang und die Vereinigungvon mindestens 95 vom Hundert der Anteile an Gesellschaften mit Grundbesitz,
■die Enteignung von Grundstücken.

Bestimmte Erwerbsvorgänge sind von der Grunderwerbsteuer befreit, so u. a.
 ■der Erwerb eines geringwertigen Grundstücks (Freigrenze 2.500 Euro),
■der Grundstückserwerb zwischen Ehegatten,
■der Erwerb eines Grundstücks durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind,
■der Erwerb eines zum Nachlass gehörigen Grundstücks durch Miterben zur Teilung des Nachlasses. Die Grunderwerbsteuer in Hessen wurde am 1.1.2013 auf  5,0 vom Hundert des Wertes der Gegenleistung (z. B. Kaufpreis) erhöht und am 1.8.2014 noch einmal auf insgesamt 6% erhöht.  Dazu gehört insbesondere jede Leistung, die der Erwerber dem Veräußerer oder einer anderen Person für den Erwerb des Grundstücks gewährt sowie z. B. auch Leistungen, die dem Veräußerer von Dritten dafür gewährt werden, dass er dem Erwerber das Grundstück überlässt.
In einigen Sonderfällen, z. B. wenn eine Gegenleistung nicht vorhanden ist (bei Umwandlungen, Einbringungen oder Erwerbsvorgängen auf gesellschaftsvertraglicher Grundlage), wird die Steuer vom Grundbesitzwert im Sinne des Bewertungsgesetzes berechnet.
Alle Vorgänge, die der Grunderwerbsteuer unterliegen, müssen dem zuständigen Finanzamt angezeigt werden. Das Finanzamt setzt die Grunderwerbsteuer durch schriftlichen Steuerbescheid fest. Wenn die Steuer gezahlt ist, erteilt das Finanzamt eine so genannte Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die der Erwerber eines Grundstücks im Regelfall nicht in das Grundbuch eingetragen werden darf.